Die Geschichte der WGG
Seit 2016 setzt sich die WGG unter Federführung von Dr. Karla Jessen intensiv für das charmante Stadtbild des älteren Griesheims westlich der Friedrich-Ebert-Straße ein. Um der Zerstörung des Ortsbildes durch überdimensionierte Neubauten entgegenzuwirken, informierte die WGG die Öffentlichkeit durch Lichtbildervorträge über den historischen Schatz der Stadt. Nachdem ein Fachplaner die Bedeutung eines Ortsbildrahmenplans untermauert hatte, stimmte das Stadtparlament am 26. Juni 2019 einem entsprechenden Antrag der WGG einstimmig zu. In einem daraufhin erstellten Gutachten wurden ortsbildprägende Hausformen und Fassadengestaltungen herausgearbeitet, die schließlich die Grundlage für eine neue Erhaltungssatzung bildeten. Diese wurde am 16. Dezember 2021 einstimmig verabschiedet und ist seit dem 15. Januar 2022 rechtskräftig. Sie stellt sicher, dass Neubauten und Veränderungen an Bestandsgebäuden das historische Erscheinungsbild Griesheims nachhaltig fördern.
Mit 4 Sitzen konnte die WGG Ihr bestes Ergebnis seit je erzielen. In Stadtparlament zogen ein: Walter Keller (Fraktionsvorsitzender) Ausschüsse: Umwelt und Energie Werner Schmachtenberg, Ausschüsse: Wirtschaft & Finanzen, Stadtplanungs- und Bauausschuss Nathalie Hefermehl Ausschüsse: Jugend, Soziales, Kultur und Sport Dirk Olten, Ausschüsse: Schwimmbadausschuss Im Magistrat wird die WGG durch Karla Jessen vertreten.
Wir sind nun in den Wahlkampf zur Kommunalwahl am 06.03.2016 eingestiegen mit einer neuen Homepage und den Plakaten. Unsere Themen Unsere Kandidaten (die „Liste 6“)
Acht Monate vor der Kommunalwahl am 06. März 2016 beginnen die Vorbereitungen der WGG. Walter Keller, Vorsitzender der WGG: „Wir orientieren uns neu und wollen mit neuen Leuten am 06. März zum überfälligen Wechsel beitragen. Die SPD ist verbraucht und damit beschäftigt, bei jeder Sitzung ihre Mehrheit zu organisieren. Und wenn es einmal schief geht, die Opposition „aus Versehen“ eine Stimme mehr hat und eine solche Zufallsmehrheit dann auch noch zu missliebigen Abstimmungsergebnissen führt, ist bei der SPD das Gejammer groß, die Opposition würde ihre Anträge „niederstimmen“.
Wegen von Wahlhelfern berichteter Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung kumulierter und panaschierter Stimmzettel und damit verbundener Einsprüche von Bürgern gegen das Wahlergebnis fordert die WGG, unterstützt von den übrigen Oppositionsparteien, die Einrichtung eines Wahlprüfungsausschusses. Die SPD-Mehrheit, die nur noch an einem Sitz hängt, stimmt zu, verweigert sich jedoch im weiteren Gang der Beratungen dem Ansinnen der Opposition, 268 als ungültig bewertete Stimmzettel nochmals zu überprüfen. Dank ihres einen „wackligen“ Sitzes lässt die SPD das Parlament beschließen, es sei alles mit rechten Dingen zugegangen. Es verbleibt ein fader Nachgeschmack für den gesamten Rest der Legislaturperiode.
WGG, DIE GRÜNEN und FDP treten zur Kommunalwahl am 27.03.2011 mit jeweils eigenen Listen an. Die WGG erzielt mit 4,7% der Stimmen das nahezu gleiche Ergebnis, gewählt wird jedoch nur Walter Keller. Der zweite Sitz für Werner Schmachtenberg scheitert, wie die Auszählung zeigt, an lediglich drei „fehlenden“ Stimmzetteln. BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN erreichen mit 18,2% der Stimmen und 7 Sitzen ein fulminantes Ergebnis. Die Kommunalwahl von 2011 geht als „Fukushima-Wahl“ in die Geschichte ein. Die FDP erzielt in ihrem ersten Auftritt nach langer Zeit 2,5%, was einen Sitz ausmacht. Die WGG steht nun, nachdem Sie als Inkubator – zuerst die für Fraktion B90/die Grünen und nun auch der FDP – fungierte, als eigenständige rein kommunal ausgerichtet Interessengruppe da. Dass wir, trotz des Verlustes derjenigen Mitglieder, die sich nun in Ihren eigenen Parteien engagieren und der daraus erwachsenen „Konkurrenz“ dennoch unser Ergebnis halten konnten, bestätigt, dass unser Ansatz bei vielen Griesheimern wahrgenommen und angenommen wird und gibt uns den Mut zum Weitermachen.
Die WGG ist nach 10 Jahren ein ernstzunehmender Faktor in der Griesheimer Politik und hat die politische Landschaft in Griesheim verändert. Ehemalige WGG-Gründungsmitglieder beteiligen sich an der neuen Fraktion von Bündnis90/Die Grünen und erhöhen damit die politische Vielfalt in der Griesheimer Stadtverordnetenversammlung. Die WGG-Fraktion setzt sich erfolgreich für die Wahrung der Rechte der Stadtverordneten ein und wendet sich gegen die Versuche, ihre Handlungs- und Rederechte einzuschränken und sie einzuschüchtern. Der Kampf um die Rechte der Bürger gipfelt in der Auseinandersetzung um die Veröffentlichung der Protokolle der öffentlichen Sitzungen von Stadtverordnetenversammlung und Ausschüssen, in der der Hessische Landtag aufgrund einer Petition des Fraktionsvorsitzenden Werner Schmachtenberg erst ein Machtwort sprechen muss, bevor der Widerstand der SPD dagegen aufgegeben wird. Mit 80 Anträgen und zahllosen Anfragen setzt die WGG-Fraktion viele politische Themen auf die Tagesordnung, auch wenn die Anträge von der SPD zum allergrößten Teil abgelehnt werden.
WGG, CDU, Bündnis 90 / DIE GRÜNEN und FDP unterstützen gemeinsam die Kandidatur des ParteilosenKandidaten Thomas Höhl. Dieser erzielt nach einem argumentativ und sehr fair geführten Wahlkampf mit 41,2% der abgegebenen Stimmen einen respektablen Erfolg, unterliegt jedoch der SPD-Kandidatin Gabriele Winter, die auf 57,1% der Stimmen kommt. SPD und Gabriele Winter schaffen es noch einmal, einer Mehrheit der Wählerinnen und Wähler einzureden, große Ziele könnten ohne spürbare Einschnitte oder Einsparungen erreicht werden. Als „persönliche Ziele“ hatte Gabriele Winter immer wieder den Ausbau der Kinderbetreuung, generationsübergreifendes Wohnen in der Innenstadt, die Aufwertung der nördlichen Oberndorfer Straße und einen neuen Feuerwehrstandort genannt.
Bei der Kommunalwahl 2006 erreicht die WGG 4,8% der Stimmen. In das Stadtparlament werden Werner Schmachtenberg und Walter Keller gewählt. Werner Schmachtenberg bleibt Fraktionsvorsitzender. Sigurd Koch geht erneut in den Magistrat. Unsere Grünen Mitglieder, welche bis jetzt die Griesheimer Kommunalpolitik im Rahmen der WGG mitgestaltet hatten gründen die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN gewinnen 7,4% der Wählerstimmen und drei Sitze im Stadtparlament.
Frau Dr. Sonja Krebs legt aus persönlichen Gründen den Fraktionsvorsitz nieder, Werner Schmachtenberg übernimmt.
