Seit 2016 setzt sich die WGG unter Federführung von Dr. Karla Jessen intensiv für das charmante Stadtbild des älteren Griesheims westlich der Friedrich-Ebert-Straße ein. Um der Zerstörung des Ortsbildes durch überdimensionierte Neubauten entgegenzuwirken, informierte die WGG die Öffentlichkeit durch Lichtbildervorträge über den historischen Schatz der Stadt.

Nachdem ein Fachplaner die Bedeutung eines Ortsbildrahmenplans untermauert hatte, stimmte das Stadtparlament am 26. Juni 2019 einem entsprechenden Antrag der WGG einstimmig zu. In einem daraufhin erstellten Gutachten wurden ortsbildprägende Hausformen und Fassadengestaltungen herausgearbeitet, die schließlich die Grundlage für eine neue Erhaltungssatzung bildeten. Diese wurde am 16. Dezember 2021 einstimmig verabschiedet und ist seit dem 15. Januar 2022 rechtskräftig. Sie stellt sicher, dass Neubauten und Veränderungen an Bestandsgebäuden das historische Erscheinungsbild Griesheims nachhaltig fördern.